abnehmen

Das Abnehmen….

ist eigentlich die einfachste Sache der Welt. Man muss nur eine negative Energiebilanz herbeiführen:
Auf der einen Seite mehr körperliche Aktivität in den Alltag einbauen. Durch Sport, Treppen statt Aufzug, Fahrrad statt Auto oder zur Entspannung einen flotten Spaziergang statt Couch lümmeln…
Auf der anderen Seite durch Einsparung bei der Energiezufuhr, also weniger futtern, vor allem weniger Hochkalorisches…
Ach ja, das wissen wir ja alles – es wäre ja soo einfach wenn da die Gewohnheiten nicht wären und in Wirklichkeit ist es doch nicht soo einfach…
Wenn man diese Zeilen aufmerksam gelesen hat, wird klar, dass wir beim Thema Abnehmen an ganz vielen Rädchen drehen müssen.
Nicht die Blitzdiät mit all ihren Versprechungen hilft und auch nicht die Pülverchen aus der Apotheke.
Zunächst werden konsequent die zusätzlichen Kohlenhydrate wie Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln reduziert. Hier ist neben den Getränken das größte Potential für Einsparungen.
Wir brauchen Kohlenhydrate als verfügbarer Energiespender, aber macht euch klar, dass die benötigten Kohlenhydrate schon ausreichend in Obst, Gemüse und sogar in Milchprodukten enthalten sind. Alles was an Beilagen zusätzlich auf den Teller kommt ist oft zu viel und landet dann als Depotfett für schlechte Zeiten auf Hüften und  Bauch.
Kohlenhydrate die sich in Süßspeisen und Süßigkeiten verstecken, sollten konsequent gemieden werden und die Ausnahme sein.
Obst ist sehr gesund, wird aber beim Abnehmen nur einmal täglich gegessen – Obst hat einen hohen Kohlenhydrat-Anteil. Beim Abnehmen gilt es Bananen, Trauben und Trockenobst deshalb nicht oder nur sparsam einsetzen, ideal sind Beerenfrüchte weil der Zuckeranteil hier deutlich geringer ist.
Bei der Auswahl von Getränken sollten sie sich auf Mineralwasser, Kräutertees und sehr dünne Schorlen beschränken. Limonaden und Energiedrinks haben keinen Platz in der gesunden Ernährung, sie sind sinnlose Kalorienbomben.
Auch alkoholische Getränke haben einen sehr hohen Energiewert, hier auf die alkoholfreie Variante ausweichen oder einmal pro Woche das Gläschen Wein mit allen Sinnen genießen, aber dies als Ausnahme sehen.
Fettreduzierte Light Produkte sind teuer, schmecken nicht und nutzen nur dem Umsatz des Herstellers. Diesen fettkastrierten Produkten fehlt neben den wichtigen Fettsäuren auch Fett als Geschmacksträger. Damit das Produkt schmeckt, setzt der Hersteller entweder Zucker, Salz oder Geschmacksverstärker hinzu, oft in Kombination. Das Resultat ist kaum eine Verbesserung in Richtung Energiebilanz jedoch lösen Geschmacksverstärker u.a. Heißhunger aus und hemmen den Stoffwechsel.
Es hat sich in der Praxis als sehr hilfreich erwiesen am Abend so wenig wie möglich Kohlenhydrate zu verzehren.
Auch ein bis zwei mal pro Woche eine Mahlzeit auszulassen und nur zwei Mahlzeiten am Tag zu verzehren hat sich bewährt.
Vermeiden sollte man, den Körper durch ständige Unterversorgung mit Energie in den Hungerstoffwechsel zu bringen. Es ist bedeutend auch bei großem Übergewicht mindestens den Grundumsatz an Energie zuzuführen. Die Gefahr in den gefürchteten YOYO Effekt nach Diäten zu kommen ist dabei sehr hoch.
Bei jeder Mahlzeit sollte der Eiweißanteil ¼ des Tellers einnehmen, die Quelle so hochwertig wie möglich. Bei Fleisch das Fett entfernen und auf Wurst verzichten.
Kohlenhydrate reduzieren, reichlich Gemüse, Salat und etwas Obst.
Und als Turbo nach jeder Mahlzeit zwei bis drei getrocknete Chilischoten leicht anritzen und mit viel Wasser runterspülen und die Pfunde purzeln….
Wer sein Gewicht reduzieren und danach dauerhaft in einem gesunden Bereich halten will, kommt nicht um die Notwendigkeit herum, sein bisheriges Ernährungsverhalten konstruktiv zu reflektieren und zu verbessern. Frei nach dem Motto: von nix kommt nix, oder?
Dieses komplexen Thema „Abnehmen“ ist eines der Themenschwerpunkte in unserem „Workshop Ernährung“, die Grundlagen der gesunden Ernährung sind dabei die tragenden Säulen… diese Teufelskreise erkennen und durchbrechen ein Meilenstein in dem Workshop.

Gerne ergänze ich diese Anleitung in einer persönlichen Beratung, probieren sie es aus!

Doris Becker-Miko