EIGER ULTRA TRAIL E101 #34

Der Weg dahin …

…holladiewaldfee – mein erster Lauf in der direkten 16-wöchigen Vorbereitung nach Plan.
Für die langen Dinger habe ich mir den Freitag frei geschaufelt, es ist einfach nicht schön, den Sonntag mit dem LJ zu blockieren, bis ich im Pfälzer Wald bin, gelaufen und wieder zuhause, ist der Sonntag fast vorbei, Zeit mit der Familie ist dann nicht machbar. Aber wichtig.

Für diesen Lauf habe ich mir einen schweren Weg beginnend in Edenkoben, an der „Alten Waffenschmiede“ in St. Martin hoch zur Kalmit ausgesucht. Gespickt mit etlichen Single Trails quer durch den Wald mit vielen Höhenmetern war dieser Lange über drei Stunden sehr anspruchsvoll. Ganz bewusst bin ich in einem langsamen Tempo gelaufen. Das Wetter hat die Härte des Laufes noch ein bisschen gepusht, Schneeregen, Hagel, Matsch und ein sehr kalter Wind haben mich begleitet – auch das ist möglich beim Eiger Ultra Trail mitten im Sommer, gut wenn man es im Training schon mitgenommen hat.
Durch das langsame Tempo war ich auch nicht sonderlich müde nach dem Lauf, morgen steht dann ein Lauf-Technik Training mit meiner Gruppe, Faszientraining und Nordic Walking an.

Salming Elements:

EIGER ULTRA TRAIL E101 #33

Der Weg dahin …

…Tante Haglunde und ich:

Tante Haglunde ist meine stetige Begleiterin. Immer.
Das erste mal begegnete sie mir bewusst als ich so um die 13 Jahre jung war. Wir jungen Mädels begannen die Mode für uns zu entdecken, und 1973 trugen junge Mädels gerne ganz zierliche Riemchen-Sandalen welche an der Ferse sehr schmal waren. Die süßen Füßchen meiner Freundinnen sahen auch sehr niedlich aus damit – meine eher nicht. Eine knochige Fersen-Verdickung, dauergerötet  vom Druck der schmalen, viel zu engen Riemchen, gepaart mit einem holprigen Gang wegen der Schmerzen…ich wollte halt auch süß und sexy sein, aber mit den Füßen.
Nun ja, ich beschloss spontan ab sofort süße Riemchen Sandalen hässlich zu finden und sattelte auf flache Sportschuhe um.
Irgendwann im Laufe meines Läuferlebens erfuhr ich dann, dass meine knochige Ferse, die manchmal monströs wirkt, eine Haglund Ferse ist. Sie kann erworben sein oder wie bei mir angeboren. Ein blödes „Ding“, es tut weh, entzündet sich bei viel Belastung und hindert mich nicht selten so zu laufen wie ich es gerne tun würde.
Eine Freundin hat mir den Rat gegeben, nicht so böse mit meinem Ding zu sein, wer so viel Hass erfährt wie mein „Ding da unten“ wird immer bösartiger und reagiert dann mit Gegenhass und tut mir weh.
So entstand dann „Tante Haglunde“. Sie wird nun täglich gepflegt, dauergeflosst, im kalten Bergbach bebadet, massiert und geölt.
Tante Haglunde ist gerade recht friedlich, ich habe ihr aber auch bei aller Liebe sehr deutlich gesagt, ich pflege und hege dich, nenne dich nie mehr „Ding“, aber wenn du weiter zickst, dann schneid ich dich ab, kapiert?

Die Rechnung ging auf – bisher.

 

EIGER ULTRA TRAIL E101 #32

Der Weg dahin …

…es läuft. Manchmal ist die Zeit ein Teufel und man wünscht sich tausend Hände, eine Million Beine und ein paar Köpfe mehr um all das tun zu können was man tun möchte, zum Beispiel jeden Lauf hier zu dokumentieren.
Aber wesentlich ist, dass ich meine Läufe und auch das ganze drumherum Gedöns wie Krafttraining, Yoga diverse Sonderbehandlungen wie Flossing für den beanspruchten Körper für mich und mein großes Ziel leisten kann.
Meine längsten Läufe derzeit dauern 3 Stunden und 30 Minuten, ich laufe vier mal pro Woche mit 50 bis 65 Wochen Kilometern. Dazu zwei bis drei Yoga Einheiten und ein bis zwei Kraft Einheiten. Das Faszien Training decke ich mit meinen Kursen ab, das sollte genügen.
Die direkte Vorbereitung für den Eiger Ultra Trail beginnt für mich am 19. März.
Alles was bisher war, ist das „BEREIT MACHEN“ für dieses harte Training – und ich fühle mich bereit.

EIGER ULTRA TRAIL E101 #31

Der Weg dahin …

…und die Geschichte zu meiner „LANGSAMHEIT“. Um langsam zu definieren muss ich erst mal den Begriff „schnell“ definieren. Schnell ist relativ, fühlst du dich schnell, dann bist du auch schnell. Punkt. Ohne wenn und aber.
Mein Weg zu diesem Denken war lange. Sehr lange. Ich war mal eine schnelle Läuferin. Hier mal meine Pace aus diesen Zeiten:

4:20min/km im 10km Wettkampf, 4:50min/km im Halbmarathon und 5:20min/km im Marathon.

Aber auch das ist relativ, ich habe erst mit 39 Jahren mit dem Laufen begonnen, daher bin ich mit diesen Zeiten sehr zufrieden gewesen, und wollte dennoch mehr. Es lief auch alles recht gut, bis eine Autoimmunerkrankung meinen Weg kreuzte und meinen Muskeln unangenehme Dinge wie Krämpfe, nicht endender Muskelkater und eine gewisse Schwäche bescherte.  Ich wurde immer langsamer und meinte zunächst mit noch mehr Training reagieren zu müssen. Mit der Folge, dass ich sehr oft verletzt war.
Meine Konkurrenz lief mir bei Wettkämpfen einfach davon und es wurden immer mehr. Ich mied nun Wettkämpfe, es war so frustrierend in der AK Wertung, die ich meist gewonnen habe nur noch am Rande in Erscheinung zu treten. Auch wollte ich meine Schwäche weder vor mir selbst noch vor anderen zugeben, also erfand ich immer neue Ausreden für mich und andere – so konnte ich immer auf die nächste Saison, in der alles besser werden würde hoffen.
Und so ging das eine ganze Weile bis ich für mich die Entscheidung treffen musste, ob ich weiterlaufen möchte oder nicht.
Zum Glück habe ich mich für das Laufen entschieden und das Laufen für mich neu definiert. Habe meine Langsamheit für mich akzeptiert.
Ich habe meine Liebe zum Ultra Trail entdeckt, hier kann ich mit meiner neuen Gelassenheit punkten und genießen.
Manchmal beim Tempotraining, das ich immer noch mache, heize ich mal 500m so richtig schnell, so schnell wie früher, dann freue ich mich über dieses Gefühl und denke, GEIL WARS!!
Dafür ist es heute wunderschön…..die langen Läufe im Pfälzer Wald, die Traininglager im Gebirge, quer durch die Rheinauen – unbeschreiblich…

Mein Lauf heute: 27,4 km, Pace 7:11min/km
sehr kraftlos am Ende….ich muss mehr essen!

 

EIGER ULTRA TRAIL E101 #30

Der Weg dahin …

immer das Bestes zu geben reicht vollkommen aus. Mehr als sein Bestes zu geben kann dann im Gegenzug zu Überforderung und Verletzungen führen.
Ich habe meinen Trainingsplan und versuche mich stets an ihn zu halten. Steht auf diesem Plan „Trabpause“, ist auch eine Trabpause gemeint und hat ihren Sinn in dem Ganzen.
Meine Einheit heute:
2 km Einlaufen,
8x500m schnell aber kontrolliert mit sauberem Laufstil, 100m gehen und dabei die Problemstellen mobilisieren, 400m Trabpause,
2km Auslaufen.
Ich habe mein Bestes gegeben, war zufrieden.

Am Abend dann Functional Training und Faszientraining, das wars….

mein Lieblingsschuh

EIGER ULTRA TRAIL E101 #29

Der Weg dahin …

Yoga am Montag war eine super Sache, ein Set für das Immunsystem kann ich in dieser Jahreszeit gut gebrauchen.
Beim Krafttraining war ich immer noch etwas limitiert, bei den Squats musste ich noch deutlich Gewicht reduzieren, bei 35 kg war die Grenze erreicht.
Am Dienstag dann ein Lauf im Wald, ohne Vorgaben – einfach nur Spaß haben und die kleinen engen Pfade, immer wieder hoch und runter, stete Richtungswechsel, es war schön und kalt aber trocken und sonnig. Acht Kilometer sind es geworden.
Beim Auswerten dann die Erkenntnis: der Puls ist immer noch sehr hoch – der Schub noch immer nicht vorbei. Doof, aber es ist wie es ist…Geduld ist angesagt. Ich möchte den eh schon gestressten Körper nicht zusätzlich überbelasten.
Am Ende des Tages dann noch Faszientraining, Dehnen und eine runde Sauna.

…und das war mein Schuh, also ich hatte schon beide an, das Foto soll sagen, dass sich mein Leguano Activ schon sehr wie Barfuß Laufen anfühlt.

EIGER ULTRA TRAIL E101 #28

Der Weg dahin …

der letzte Lauf in meiner Regenerationswoche, schon wieder ein bisschen länger.
Es war kalt und nass, und mein lieber Freund Ahmad hat mich begleitet.
Meine Hausstrecke ist das sozusagen, hier kenne ich jeden Stein, muss nicht überlegen wohin, kann einfach die wunderbare Natur im Pfälzer Wald genießen.
Die ersten drei Kilometer waren nass mit vielen Pfützen, Schlamm und rutschig. Nach 200 Höhenmetern hatten wir eine schöne Winterlandschaft mit ganz frischem Pulverschnee, setzten unsere Füße in den jungfräulichen Schnee und hatten unsere Freude daran.
Und die fast siebzehn Kilometer signalisieren mir, dass der Spuk mit dem geschwächten Körper fast vorbei ist, aber eben nur fast…morgen noch mal Yoga. Und dann möchte ich BITTEBITTEBITTE wieder KILOMETERSAMMELN!!!!
….das war eine Ansage mein lieber Körper und Geist….

hier der Hilschbach-Weiher, ein Quell der Gelassenheit.

EIGER ULTRA TRAIL E101 #27

Der Weg dahin …

die Entlastungswoche war gut so.
Ich habe eine Autoimmunerkrankung die mir alle paar Wochen einen Strich durch den gedachten Plan macht. Was bedeutet, dass ich bei den ersten Anzeichen reagiere, Umfänge und Intensität zurückfahre. Punkt.
Anfangs war ich sehr böse mit meinem autoimmunen Weggefährten der gerne wenn ich besonders gut drauf war darauf beharrte das Training zu reduzieren. Mittlerweile nutze ich diese Tage, um an meinen Schwächen wie „zur Ruhe kommen“, beweglich bleiben“, „im Lot zu bleiben“ und „aufkeimende Beschwerden zu behandeln“ intensiv abzuarbeiten.  wie das intensive Medical Flossing.
Uns siehe da, so wirklich verletzt wie in all den zurückliegenden sehr ambitionierten Jahren bin ich jetzt nicht mehr.
Oft ist die mangelnde Regeneration  der Quell allen Übels.

hier seht ihr meine Zauberbänder für das Medical Flossing

EIGER ULTRA TRAIL E101 #26

Der Weg dahin …

…ist nicht immer eben. Gestern habe ich mich sehr müde gefühlt, das Treppensteigen war kein übliches Hüpfen sondern sehr behäbig und mühsam.
Ein Trainingsplan ist nur dann ein guter Plan, wenn er nach den Bedürfnissen des Athleten abgewandelt wird wenn es nötig ist. Also habe ich mich entschlossen eine Regenerations-Woche einzulegen.
Den Lauf gestern habe ich gestrichen, dafür Faszien-Training und danach Rücken Yoga – sehr wohltuend!

Heute morgen leichtes Krafttraining mit Gleichgewichtsübungen – sehr cool mal wieder….danach „mental yin yoga“ – genial!
und am Nachmittag ein kurzes Läufchen über 7 km – und morgen ist ein neuer Tag.

SAT NAM

EIGER ULTRA TRAIL E101 #25

Der Weg dahin …

Krafttraining, eine wichtige Ergänzung für das Laufen.
Mein Programm heute:

  • Squats, drei Sätze mit 12 Wiederholungen (bis 40kg)
  • Abduktoren und Adduktoren mit Zugwiderstand drei Sätze mit 12 Wiederholungen
  • Jefferson Curls, 2×10 für den Rücken
  • Bankdrücken, drei Sätze mit 12 Wiederholungen (12kg)
  • Überzüge, drei Sätze mit 12 Wiederholungen (8kg)
  • 25 min Bauch Training mit ungefähr 10000 Übungen

Die Wichtigkeit der Squats möchte ich hier besonders  betonen. Richtig ausgeführt geben sie uns Läufern eine ganz wertvolle Stabilität gerade um die Kniegelenke, stabilisieren die Beinachsen und beugen so Kniebeschwerden vor.